Bessere Mobilität für bessere Städte – Ein Gastbeitrag von Pia Benthien, Brand Managerin bei Wunder Mobility

Bessere Mobilität für bessere Städte – Ein Gastbeitrag von Pia Benthien, Brand Managerin bei Wunder Mobility 974 650 Südliches Überseequartier

Es ist kein Geheimnis, dass in Deutschland, der Heimat der größten Automobilhersteller der Welt, das Auto immer noch ein wichtiges Statussymbol ist. Denn es ist ein Synonym für Freiheit und Flexibilität – und für die meisten gilt es immer noch als die praktischste Art der Fortbewegung.

Los Angeles, Standort der US-Büros von Wunder Mobility, hat ein lähmendes Verkehrsproblem.

Doch lehnen immer mehr Stadtplaner und Mobilitätsexperten die Vorstellung ab, dass das Auto der ultimative Indikator für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg sei. Tatsächlich warnen Experten schon seit der Hochphase des Autos in den 1950er Jahren davor, Städte zu entwerfen, die das Auto als zentrales Fortbewegungsmittel in den Mittelpunkt stellen. In ihrem renommierten Buch The Death and Life of Great American Cities kritisierte die Autorin Jane Jacobs 1961 die Kurzsichtigkeit der Stadtplaner und argumentierte, dass die autobasierten Stadtmodelle einer gesellschaftlichen Entwicklung eher schaden, anstatt den Weg in die Zukunft zu ebnen. Jacobs argumentierte, dass eine Infrastruktur, die in erster Linie auf Autofahrer ausgelegt ist, Stadtteile spaltet und ein engeres Zusammenwachsen der Bevölkerung verhindert.

Autos: eine kostspielige Angelegenheit

Aktuell scheint es, dass der einst unantastbare Ruf des Autos auch in der Öffentlichkeit schwindet. Die Kosten für die Haltung eines eigenen Fahrzeuges sind dabei für viele ein ausschlaggebender Faktor. Ein Auto zu besitzen und instand zu halten ist teuer. Ein Neuwagen kostet durchschnittlich 41 Cent pro gefahrenen Kilometer – und davon entfallen ausschließlich 8 Cent auf Benzin. (1)

Auch die gesellschaftlichen Kosten der privaten Autonutzung sind hoch: Eine Studie der Public Interest Research Group (PIRG) aus dem Jahr 2015 ergab, dass der amerikanische Steuerzahler von 1947 bis 2012 eine Billion Dollar mehr für die Instandhaltung des Straßennetzes ausgab, als Autobesitzer an Benzinsteuern, Mautgebühren und anderen Gebühren zusammengenommen zahlten. In Deutschland übersteigen die Gesamtkosten von 88 Milliarden Euro die Einnahmen aus Steuern und Gebühren. Dabei sind nicht einmal die Staus eingerechnet, die der EU-Wirtschaft jährlich 100 Milliarden Euro kosten. (2)

U-Bahn in Hamburg

Spannende Projekte im Bereich der Mobilität

Viele Städte haben heute die negativen Auswirkungen einer zu hohen Verkehrsbelastung auf den Straßen erkannt und arbeiten bereits an alternativen Projekten, um die Rolle des Autos in der Gesellschaft neu zu definieren. Oslo hat die Entscheidung getroffen, die Anzahl der Parkplätze im Stadtzentrum schrittweise zu verringern, um den Autoverkehr im Stadtzentrum einzudämmen. (3) Barcelona testet sogenannte „Superblocks“, in denen die Umweltverschmutzung um ein Viertel reduzieren werden soll. (4)

Nicht nur der öffentliche Sektor unternimmt Schritte in die richtige Richtung. Wunder Mobility hat in der Vergangenheit mit Unibail-Rodamco-Westfield (URW) an der Optimierung ihrer Mobilitätsangebote gearbeitet. In einem Joint Venture entwarf Wunder Mobility eine innovative App für Pendler-Fahrgemeinschaften, die Angestellte im Ruhr Park in Bochum, eines der größten Shopping Center Deutschlands, vernetzt. Die App bietet eine kostengünstige und nachhaltigere Mobilitätslösung für all jene Mitarbeiter, die lieber mit Bekannten mitfahren, als wertvolle Zeit mit der Parkplatzsuche zu verschwenden. (5)

Derzeit geht URW ein besonders ehrgeiziges und aufregendes Unterfangen an. Im Rahmen des Projekts Westfield Hamburg-Überseequartier entsteht an der Elbe ein Stadtviertel mit Büros, Wohnungen, Geschäften, einem Kino und sogar einem Kreuzfahrtterminal. Das Beste daran? Das gesamte Gelände wurde mit einem sorgfältigen Blick auf die Interessen von Fußgängern und dem öffentlichen Verkehr konzipiert. Alle Parkplätze sowie die Anlieferung von Waren befinden sich unterirdisch und das gesamte Viertel wird autofrei! Eine vollelektrische E-Scooter-Flotte bietet Besuchern und Bewohnern eine nachhaltige und erlebnisreiche Möglichkeit, sich in der HafenCity zu bewegen – das Viertel selbst wird für Fußgänger konzipiert. Das Projekt wird auch innovative Shuttle-Dienste in Zusammenarbeit mit Wunder Mobility und anderen Unternehmen umfassen, die das Gebiet für Nichtautobesitzer aus dem Hamburger Umland zugänglich machen werden.

Die 14 neuen Gebäude, die in der HafenCity entstehen, befinden sich im Herzen Hamburgs, direkt um die Ecke zum Wunder Mobility Hauptquartier. Der Standort ist mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit der Bahn, mit dem Bus – ja sogar mit dem Auto – gut erreichbar. Für viele Pendler und Familien ist das Auto nach wie vor eine Notwendigkeit, weshalb das Projekt Westfield Hamburg-Überseequartier auch Parkplätze für Besucher oder Pendler von außerhalb der Stadt vorsieht.

Diesmal werden die neuen Parkplätze jedoch nicht im Mittelpunkt des Projekts stehen. Vor 50 Jahren wäre das eine undenkbare Vorgehensweise gewesen, so ein neues Stadtgebiet zu entwickeln. Heute wissen Architekten, Stadtplaner und Mobilitätsunternehmen gleichermaßen, dass Teilen in Zukunft immer wichtiger wird – und leisten bereits heute eine beeindruckende Arbeit, um nachhaltige, innovative und für alle zugängliche Orte zu schaffen, wie das Westfield Hamburg-Überseequartier.

Wir freuen uns auf unsere zukünftige Zusammenarbeit & die große Eröffnung des Westfield Hamburg-Überseequartiers Ende 2022!

Über die Autorin:
Pia Benthien ist Brand Managerin bei Wunder Mobility, einem Hamburger Mobilitätstechnik-Start-up und stolzer Partner von Unibail-Rodamco-Westfield.

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