Westfield Hamburg-Überseequartier als erstes Großprojekt mit neuer DGNB-Zertifizierung für nachhaltige Baustellen ausgezeichnet

Westfield Hamburg-Überseequartier als erstes Großprojekt mit neuer DGNB-Zertifizierung für nachhaltige Baustellen ausgezeichnet 2000 1500 Westfield Hamburg-Überseequartier

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat ein neues Zertifizierungssystem für nachhaltige Baustellen entwickelt und das Westfield Hamburg-Überseequartier im Rahmen des Tages der Bauindustrie am 10. Juni 2021 als erstes Großprojekt mit dem DGNB Vorzertifikat für nachhaltige Baustellen ausgezeichnet. Das Mixed-use-Quartier von Projektentwickler und Investor Unibail-Rodamco-Westfield (URW) in der Hamburger HafenCity ist damit eines der ersten vier Projekte überhaupt in ganz Deutschland, welches das neue Baustellenzertifikat als Planungs- und Managementtool erfolgreich einsetzt und sich damit schon vor Fertigstellung zu einer möglichst hohen Nachhaltigkeitsqualität verpflichtet. Das Projekt, das insgesamt 14 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 419.000 Quadratmetern auf einem 67.000 Quadratmeter großen Grundstück (ca. zehn Fußballfelder) vereint, ist gleichzeitig das größte und komplexeste Projekt, das diese Vorzertifizierung erhält.

Die neue Baustellenzertifizierung der DGNB basiert auf der Einhaltung zahlreicher Kriterien aus den fünf Bereichen Baustellenorganisation, Ressourcenschutz, Gesundheit und Soziales, Kommunikation mit der lokalen Öffentlichkeit und Qualität der Bauausführung und ist auf den Baustellenprozess und die Umsetzung für die Dauer der gesamten Baumaßnahmen ausgerichtet. Die Beurteilung der Baustelle erfolgt auf Grundlage von Nachweisen, die vor Beginn und während der Umsetzung der Baumaßnahmen in abgestimmten Intervallen überprüft werden.

„Beim nachhaltigen Bauen geht es nicht nur um das Ergebnis, sondern auch um den Weg dahin. Deshalb ist es wichtig, die Baustellen so zu planen und abzuwickeln, dass auf diesen verantwortungsvoll mit Ressourcen umgegangen wird, sie für die dort arbeitenden Menschen möglichst sicher sind und die negativen Einflüsse auf die Umgebung minimiert werden. Es ist toll, unter den ersten Anwendern unseres neuen Zertifizierungssystems für nachhaltige Baustellen ein so großes und ambitioniertes Projekt dabei zu haben“, sagt Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Das Westfield Hamburg-Überseequartier nimmt damit eine echte Vorreiterrolle ein – ein Projekt, von dem andere lernen können.“

Better Places: Nachhaltigkeit bei URW strategisch verankert

Der unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie „Better Places 2030“ entsprechend, stehen beim Bau des Westfield Hamburg-Überseequartiers von Beginn an nachhaltige Aspekte im Vordergrund. Dies betrifft den Bau, die Beschaffung, den Baumaterialeinsatz, die Ressourcennutzung, den späteren Betrieb und die zukünftige Adaptierbarkeit. Neben ökologischen Aspekten steht zudem die soziale Verantwortungsübernahme und die Förderung der lokalen Communities am Standort im Fokus.

Im Westfield Hamburg-Überseequartier werden alle Gebäude nach Fertigstellung mit dem BREEAM-Excellent-Standard zertifiziert, einem weiteren branchenweit anerkannten Bewertungssystem für die ökologische und soziokulturelle Nachhaltigkeit von Gebäuden. Die Bürogebäude erhalten zudem die DGNB-Auszeichnung Gold. Beim Bau wird ein spezieller kohlenstoffarmer Beton genutzt, das Holz stammt aus rechtlich überprüfbaren Quellen und es wird recycelter Stahl für die Betonbewehrung verwendet. Grundsätzlich achtet URW besonders auf die Beschaffung von recyclingfähigem Material, seine effiziente Nutzung sowie Abfallvermeidung. Rund 20 Prozent des Aushubs von insgesamt einer Million Tonnen Erdreich wurde per Schiff abtransportiert, um insgesamt circa 8.000 LKW-Ladungen einzusparen, die sonst durch die Stadt abtransportiert worden wären. Der gesamte Energiebedarf für den späteren Betrieb wird mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Zudem ist die Infrastruktur zur Versorgung der am Kreuzfahrtterminal anlegenden Schiffe mit Landstrom bereits eingeplant. Mit Blick auf Mobilität und Verkehr konzentrieren sich die Planungen auf den öffentlichen Personennahverkehr, E-Mobilitäts-Plattformen, Sharing-Economy, insgesamt 3.500 Fahrradstellplätze im Quartier sowie smarte Logistik- und Verkehrsleitsysteme.

Im Bereich der sozialen Verantwortungsübernahme stehen Kooperationen mit lokalen Kultureinrichtungen, Projekte mit Hochschulen sowie soziales Engagement– zum Beispiel die Renovierung des Kinderbauernhofes Kirchdorf e.V. in Hamburgs Süden – im Vordergrund. Mitgliedschaften und Engagement der Mitarbeiter in Hamburger Vereinen und Verbänden wie zum Beispiel im City Management Hamburg, im Tourismus Verband, im Netzwerk HafenCity oder in der Handelskammer sind ein weiterer wichtiger Baustein. Der Dialog mit den direkten Nachbarn in der HafenCity wird über regelmäßige Nachbarschaftsveranstaltungen – zuletzt in digitaler Form – gefördert.

Die Auszeichnung des Westfield Hamburg-Überseequartiers mit dem DGNB Vorzertifikat für nachhaltige Baustellen untermauert die Wirksamkeit der Nachhaltigkeitsstrategie von Unibail-Rodamco-Westfield.

Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit

„Insbesondere durch unsere Nachhaltigkeitsstrategie ‚Better Places‘ ist das Thema bei Unibail-Rodamco-Westfield zur Selbstverständlichkeit geworden. Es ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsauffassung und handlungstreibend bei Bauprojekten, beim Betrieb unserer Destinationen sowie innerhalb der Unternehmenskultur. Wir denken dabei grundsätzlich immer in den Dimensionen der ökologischen sowie der sozialen Verantwortungsübernahme“, sagt Dirk Hünerbein, Director of Development bei Unibail-Rodamco-Westfield Germany.

Das Westfield Hamburg-Überseequartier stärkt mit der Vorzertifizierung durch die DGNB bereits während der Bauphase seinen Status als Vorzeigeprojekt mit zukunftsgewandtem Architektur-, Nutzungs- und Nachhaltigkeitskonzept. Wir sehen sie als sinnvolle Ergänzung zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie, die maßgeblich für unsere verschiedenen Destinationen ist und ihren Fokus auf umweltfreundliches Wirtschaften, neue Formen nachhaltiger Mobilität, vollkommene Integration der eigenen Geschäftsaktivitäten in die lokalen Communities sowie die Förderung des Engagements von Mitarbeitenden und Stakeholdern legt“, ergänzt Ivica Pavusek, Head of Center Operations und verantwortlich für das Facility Management & Sustainability bei Unibail-Rodamco-Westfield Germany.

„Wir verstehen das Baustellenzertifikat als Managementtool für die Nachhaltigkeitsanforderungen sowie die gesamte Logistik während der Bauphase. In der Praxis sind der Abtransport eines Fünftels des Aushubs per Schiff und die Verwendung von kohlenstoffarmem Zement oder recyceltem Stahl gute Beispiele. Das gesamte Baumaterial wird vor der Verwendung von autorisierten Experten geprüft. Außerdem überwachen wir bei jedem Geschäftspartner, ob sich die Nachhaltigkeitsstandards mit unseren decken. Das Projekt gehört zu den komplexesten in der gesamten Branche – und in allen Teilbereichen spielen Nachhaltigkeitsstandards eine entscheidende Rolle“, erklärt Thomas Kleist, Senior Sustainability Manager für das Westfield Hamburg-Überseequartier.

Alle Informationen zur DGNB Zertifizierung von nachhaltigen Baustellen sowie der gesamte Kriterienkatalog können online unter www.dgnb.de/baustelle abgerufen werden.

Westfield Hamburg-Überseequartier: Moderne Urbanität für Hamburg

Im Westfield Hamburg-Überseequartier in der Hamburger HafenCity entstehen insgesamt 14 Gebäude, die mit herausragender Architektur und einem einzigartigen Nutzungsmix eine neue lebendige Destination in Hamburg bilden werden. Einzelhandel, Unterhaltungskonzepte und über 40 Gastronomieeinheiten werden feinabgestimmt mit Büros für rund 4.000 Arbeitsplätze, drei Hotels, einem Kreuzfahrt-Terminal und insgesamt 650 Wohnungen verbunden. Das Quartier ist durch eine eigene U-Bahn-Station, Buslinien sowie diverse Mobilitätsservices optimal in die lokale Infrastruktur eingebunden. Das Mixed-use-Projekt besteht aus einer Gesamtfläche von 419.000 Quadratmetern und wird von Unibail-Rodamco-Westfield bis in den Herbst 2023 mit einer Investitionssumme von über einer Milliarde Euro realisiert.

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