Interview mit Thomas Kleist: „Nachhaltigkeit ist bei Unibail-Rodamco-Westfield sehr hoch aufgehängt“

Interview mit Thomas Kleist: „Nachhaltigkeit ist bei Unibail-Rodamco-Westfield sehr hoch aufgehängt“ 1920 1080 Westfield Hamburg-Überseequartier

Recycelter Stahl für die Betonbewehrung, Holz aus rechtlich überprüfbaren Quellen und kohlenstoffarmer Beton sind nur einige Beispiele des stets präsenten Nachhaltigkeitsgedankens beim Bau des Westfield Hamburg-Überseequartiers. Als Senior Sustainability Manager bei Unibail-Rodamco-Westfield (URW) begleitet Thomas Kleist das Projekt in der HafenCity seit 2016 und ist zuständig für die technische Gebäudeausstattung und den Bereich Nachhaltigkeit.

In unserer Interviewserie spricht er über sein Tätigkeitsfeld, die Corporate Social Responsibility Strategie von URW und über die Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß bereits in der Bauphase zu reduzieren.

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Nachhaltigkeit im ständigen Fokus

Bei der Projektentwicklung des Westfield Hamburg-Überseequartiers legt das Team größtmöglichen Wert auf eine allumfassende Nachhaltigkeit. Erstmals kommt beispielsweise die Arbeitsmethode BIM (Building Information Modeling) zum Einsatz. Zudem kooperiert das URW-Team mit einem CO2-Consulting-Büro und gleicht im Rahmen eines monatlichen Trackings den Status quo einer nachhaltigen Umsetzung des Bauvorhabens mit den Zielvorgaben ab. Und diese Zielvorgaben sind durchaus ehrgeizig: „Wir haben ein internes Strategiepapier bei URW, welches sich ´Better Places 2030`nennt“, erklärt Kleist die Corporate Social Responsibility Strategie des Unternehmens. Diese umfasst neben der Selbstverpflichtung, beispielsweise nachhaltige Mobilität zu fördern und örtliche Gemeinschaften in die Geschäftsaktivitäten zu integrieren, auch klare Vorgaben hinsichtlich der Emissionen. „Es legt fest, wie weit wir unseren Co2-Ausstoß sowohl im Bauen als auch im Betrieb aller Gebäude reduzieren wollen.“ Dementsprechend überprüft URW alle Baumaterialien im gesamten Bauprozess hinsichtlich ihres Co2-Ausstoßes sowie ihrer Recyclingfähigkeit und vergleicht diese mit potenziellen Alternativen. „Wir sind derzeit auf einem sehr, sehr guten Weg, die Zielvorgaben sogar ‚überzuerfüllen‘“, freut sich Kleist.


Vorreiterrolle: Erste Zertifikate für das neue Quartier

Die ehrgeizigen Bestrebungen von URW und dem Team um Kleist honorierte bereits die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und zeichnete das Westfield Hamburg-Überseequartier am 10. Juni 2021 mit dem DGNB Vorzertifikat für nachhaltige Baustellen aus – als eines der ersten vier Projekte überhaupt in ganz Deutschland. Dafür überprüfte die DGNB vor Beginn und während der Umsetzung der Baumaßnahmen in abgestimmten Intervallen die Einhaltung zahlreicher Kriterien. Diese gruppieren sich in die fünf Bereiche Baustellenorganisation, Ressourcenschutz, Gesundheit und Soziales, Kommunikation mit der lokalen Öffentlichkeit und Qualität der Bauausführung. Nach Abschluss der Bauarbeiten erhalten die Bürogebäude zudem die DGNB-Auszeichnung in Gold.

Weitere Zertifikate sollen folgen: So werden alle 14 Gebäude nach Fertigstellung mit dem BREEAM-Excellent-Standard zertifiziert. Die Zertifizierung steht für Building Research Establishment Environmental Assessment Method und gilt als branchenweit anerkanntes Bewertungssystem, das bereits seit 1990 zum Einsatz kommt. Bis Herbst 2023 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Der Fertigstellung blickt Kleist voller Vorfreude entgegen: „Das ist eigentlich das Schönste, was man bei einer Baumaßnahme hat, wenn man am Tag der Eröffnung dort steht und sich sagt ‚Das haben wir geschafft‘.“

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