Thorsten Beyer

Interview mit Thorsten Bleyer: „Für das Thema ‚Nachhaltiges Bauen‘ habe ich mich entschieden, weil es unheimlich viel Potenzial gibt“

Interview mit Thorsten Bleyer: „Für das Thema ‚Nachhaltiges Bauen‘ habe ich mich entschieden, weil es unheimlich viel Potenzial gibt“ 1000 559 Westfield Hamburg-Überseequartier

Als DGNB Senior Auditor und BREEAM AP/Assessor der inhabergeführten Ingenieurgesellschaft ennac GmbH in Aachen berät Thorsten Bleyer Unibail-Rodamco-Westfield bereits seit mehreren Jahren rund um die Themen des nachhaltigen Bauens. Sein aktuelles Projekt ist das größte seiner bisherigen Laufbahn: Das Westfield Hamburg-Überseequartier.

Thorsten Bleyer begleitet in seiner Funktion als Nachhaltigkeitskoordinator die Projektentwicklung von Unibail-Rodamco-Westfield (URW) in der Hamburger HafenCity von der Planungs- über die Errichtungsphase bis hin zur Fertigstellung. Ein besonderes Augenmerk legt der Bauingenieur dabei auf die Einhaltung der Kriterien der jeweiligen Prüfkataloge zur Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden. Im Gespräch erläutert er die fachliche Vorgehensweise sowie die zahlreichen Vorteile des nachhaltigen Bauens und der Gebäudezertifizierungen.

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Beratung zu Nachhaltigkeitsaspekten von Bauprojekten

Es ist ein Projekt von gigantischem Ausmaß: Im südlichen Überseequartier der Hamburger HafenCity entstehen bis Herbst 2023 rund 650 Wohnungen, Büroräume mit etwa 4.200 Arbeitsplätzen, drei Hotels, ein Kreuzfahrtterminal sowie ein breites Shopping-, Gastronomie- und Freizeitangebot. Insgesamt befinden sich aktuell 14 Gebäude im Bau. Der spezielle Fokus des Projekts: Nachhaltigkeit im Bau und im späteren Betrieb. Im Bauwesen entstehen viele Emissionen, aber es gibt Wege diese zu minimieren. Diese aufzuzeigen und die Umsetzung zu begleiten und zu prüfen, ist die Aufgabe von Thorsten Bleyer: „Wir haben mehrere Konzepte, die wir in der Planungsphase erstellen und bei der Errichtung des Gebäudes begleiten, so dass sie dann auch betrieblich optimal laufen.“

Zertifizierte Nachhaltigkeit

Neben einer bereits erfolgten Vorzertifizierung als nachhaltige Baustelle durch die DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), strebt das Quartier ein BREEAM Communities Zertifikat an. Zusätzlich werden alle einzelnen Gebäude nach ihrer Fertigstellung ein BREEAM DE Neubau Zertifikat erhalten; angestrebt ist das Qualitätsziel „excellent“. Die Bürogebäude C und D (D1/D2) sollen zusätzlich mit DGNB-Zertifikat in Gold ausgezeichnet werden. „Diese Zertifizierungssysteme geben gute Anhaltspunkte, weil es einen Prüfkatalog gibt, nachdem wir […] das Gebäude bewerten und prüfen“, erläutert Thorsten Bleyer. Dieser externe Qualitätsbeleg gibt URW die Sicherheit, dass die Qualität der Immobilie der eigenen Zielsetzung des Unternehmens entspricht und kommt nicht nur der späteren Werterhaltung der Immobilie zugute.

Und diese Zielsetzung von URW ist anspruchsvoll: So hat sich das Unternehmen einer ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Namen „Better Places 2030“ verpflichtet. Diese sieht unter anderem vor, den C02-Ausstoß des Unternehmens bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 zu reduzieren. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche bei der Projektentwicklung im Westfield Hamburg-Überseequartier. Mit Thorsten Bleyer steht URW dafür der richtige Partner zur Seite – gemeinsam gilt es, das Potenzial des nachhaltigen Bauens vollständig zu entfalten. Einer der vielen Aspekte ist die Materialökologie: „Wir legen sehr großen Wert darauf, dass wir bei unseren Bauprojekten emissionsarme bzw. -freie Baustoffe verwenden.“ So wird beispielsweise auf lösungsmittelhaltige Farben oder toxische Lacke verzichtet. Die positiven Effekte spiegeln sich nach der Fertigstellung der Gebäude unter anderem bei der guten Luftqualität in den Gebäuden wider, die sich durch einen niedrigen Emissionsgehalt auszeichnet. Thorsten Bleyer sieht neben den Umweltaspekten noch weitere positive Effekte: „Dies ist auch wichtig für den Mieter, weil dann die Produktivität des Unternehmens, das das Gebäude nutzt, gesteigert wird.“ Am Ende profitieren alle Beteiligten vom nachhaltigen Bauen.

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